Hier erfahren Sie alles über Manuka-Honig

In weltweiten Studien konnte festgestellt werden, dass Honig selbst bei scheinbar aussichtslosen, mit antibiotikaresistenten Keimen (z.B. MRSA) besiedelten Wunden eine rasche Sterilität und anschließende Heilung bewirkt. Honig schafft ein feuchtes Wundklima und wirkt antiödematös, entzündungshemmend und heilungsfördernd, indem er die Produktion von Zytokinen sowie die Bildung gesunden Epithels fördert und die Keloidbildung vermindert. Im ersten Schritt wirkt er jedoch antimikrobiell. Vorhandene Keime werden eliminiert oder zumindest auf ein tolerierbares Maß reduziert, die Neubesiedelung wird verhindert. Honigverbände verkleben nicht mit der Wunde. Neues Gewebe wird durch den Honig ernährt, nekrotisches Gewebe abgebaut bzw. leicht entfernbar. Diese Wundtoilette bewirkt auch die Beseitigung übler Gerüche.

 

Bei den meisten Honigen wird dies durch das Enzym Glukoseoxidase eingeleitet, das in Verbindung mit Wasser (Wundsekret) kontinuierlich Wasserstoffperoxid und Gluconsäure freisetzt. In tiefen Wunden und unter Luftabschluss wird dieser Prozess allerdings behindert, einerseits durch Sauerstoffmangel, andererseits durch ein weiteres Enzym, die Katalase, die Wasserstoffperoxid neutralisiert. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl nichtperoxider Inhaltstoffe wie Phenole, Flavonoide, Aromastoffe, die zur antibakteriellen Wirkung des Honigs beitragen.


Dieser einzigartige Synergieeffekt ist auch dafür verantwortlich, dass sich keine Resistenzen gegen den Honig bilden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass keine langwierigen Erregerbestimmungen notwendig sind, da Honig gegen eine Vielzahl pathogener Keime wirkt, gleichzeitig aber physiologische Bakterien verschont oder gar fördert.

Eine Ausnahmestellung nimmt hierbei der neuseeländische Manuka-Honig ein, der in verschiedenen Stärken zur Verfügung steht. In jahrzehntelanger Forschungsarbeit konnten beispielsweise Prof. Peter Molan (Neuseeland) oder Dr. Rose Cooper (Wales) einigen der Inhaltsstoffe und Wirkmechanismen auf die Spur kommen. Da Manuka-Honig kaum Glukoseoxidase enthält, musste man von einem anderen Hauptwirkstoff ausgehen. Im Jahre 2006 gelang es Prof. Thomas Henle und seinem Team an der TU Dresden, diesen eindeutig als Methylglyoxal zu identifizieren.

Mittlerweile wird Manuka-Honig auch in deutschen Kliniken und Arztpraxen mit großem Erfolg eingesetzt. Hierbei wird oft ein klinisch zugelassenes Präparat eingesetzt, der so genannte Medihoney. Er besteht hauptsächlich aus Manuka-Honig, dem eine geringere Menge eines glukoseoxidasehaltigen Honigs sowie Öle und Wachse zur Stabilisierung beigemischt wurden. Zusätzlich wurde er gammabestrahlt. Aufgrund seiner ohnehin vorhandenen antibakteriellen Eigenschaften scheint diese Vorsichtsmaßnahme eher überflüssig, wie es auch durch unzählige Erfahrungen mit unbehandeltem Manuka-Honig im In- und Ausland bestätigt wird.
Viele Heilpraktiker, aber auch Ärzte und Kliniken setzen inzwischen auch naturbelassenen Manuka-Honig ein, der in der Wirkung teilweise stärker ist als Medihoney, bisher im praktischen Einsatz keinerlei störende Nebenwirkungen zeigte und im Verhältnis um ein Vielfaches preiswerter ist als sein medizinisches Pendant.

Eine Vorreiterrolle im klinischen Einsatz von Manuka-Honig nahm Dr. Arne Simon an der Uniklinik Bonn (Hämatologie / Onkologie) ein. Insbesondere bei immunsupprimierten (durch Chemotherapie abwehrgeschwächten) Kindern mit Krebsleiden, bei denen sich OP-Narben und Porteintrittstellen mit resistenten Keimen besiedelt hatten, erwies sich der medizinische Honig als unübertroffenes Heilmittel.

Auch in der täglichen Praxis z.B. bei Ulkus cruris (offene Beine), Dekubitus (Druckgeschwüre), diabetischem Fuß, gangränösen und nekrotischen Läsionen (Hautstörungen mit Zellzersetzung) wird Manuka-Honig erfolgreich eingesetzt, leider oft erst, nachdem alle anderen Behandlungsmethoden als erfolglos erkannt wurden. Der sofortige Einsatz von Honig hätte so manchem Patienten einige Qualen und den Krankenkassen unnütze Kosten erspart.


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