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Urogenitaltraktinfektion


Autor
Nachricht
Verfasst am: 09. 03. 2019 [15:40]
lana
Themenersteller
Dabei seit: 08.03.2019
Beiträge: 2
Lieber Detlef Mix,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren. Ist es ratsam den Tampon vorher in Öl zu tränken, damit der Honig nicht vom Tampon eingezogen wird und soll der Tampon in puren Honig getunkt werden? Ein alkoholfreies Propolis-Fläschchen habe ich sogar zu Hause. Wie lange sind diese geöffnet haltbar? Und welchen MGO-Wert empfehlen Sie für die Scheidenbehandlung und welchen für die innerliche?

Liebe Grüße
Verfasst am: 09. 03. 2019 [13:09]
DetlefMix
Dabei seit: 17.03.2007
Beiträge: 132
Hallo Lana,

was letztendlich an Honigstoffen in der Blase ankommt ist leider immer noch nicht endgültig geklärt, eine entsprechende Wirkung scheint jedoch eindeutig gegebem zu sein. Intensiver, weil anhaltender, scheint mir zusätzlich die Verwendung von honiggetränkten Tampons zu sein, die man ggf. durch eine nichtalkoholische Propolislösung verstärken kann.

In den nächsten Tagen wird auch die erweiterte Neuauflage meines Buches "Manuka-Honig - Ein Naturprodukt mit außergewöhlicher Heilwirkung" erscheinen. Hieraus ein kleiner Ausschnitt:

***Auf dem Harnweg ist der Honig los

Andere Ureaseabhängige sind Proteus mirabilis. Der griechisch-mythologische Meeresgott, der für den Bakteriennamen Pate stand, soll ziemlich wandelbar gewesen sein. So auch die nach ihm benannten Enterobakterien. Solange sie entero, also darmständig bleiben, können sie durchaus nützlich sein, da sie sich an der Eiweißverdauung beteiligen. Von Natur aus schon durch ihre Rundumbegeißelung sehr agil, nutzen sie gern jede Möglichkeit zur Auswanderung in andere Bereiche des Körpers, mit Vorliebe in den Urogenitaltrakt. Nicht zuletzt zu Fortpflanzungszwecken bevorzugen Proteus mirabilis ein eher basisches Milieu. Ihre mitgebrachte Urease verwenden sie ähnlich, wie es Helicobacter im Magen tun. Harnstoff gibt es in der Blase reichlich, und so ist rasch eine lauschige Ammoniak-Pufferzone geschaffen.
Ammoniak bekommt allerdings den menschlichen Wirten von Proteus mirabilis nicht sonderlich gut. Ihnen erscheinen diese Bakterien weniger mirabilis (wundersam), als vielmehr miserabilis. Das Ammoniak fördert einerseits im Zusammenspiel mit ebenfalls vorhandenem Kohlendioxid die Steinbildung. Solche Blasensteine können zuweilen einen ziemlich schmerzhaften Abgang hinlegen. Andererseits greift es direkt die Glykosaminoglykan-Schicht der Blasenschleimhaut an. Diese ist eigentlich als Schutz vor bakterieller Infektion gedacht und kann diese Funktion folglich nicht mehr wahrnehmen. Auch hier scheint die Ureasehemmung durch Honig neben
seiner antientzündlichen Komponente eine mögliche
Erklärung für seine positive Wirkung bei Blasenentzündungen zu sein. Allerdings besteht hier noch weiterer Forschungsbedarf, zumindest um herauszufinden, welche Honigbestandteile und ggf. welche Metabolite (Stoffe, die bei der Verstoffwechselung von Methylglyoxal im Darm entstehen) dafür verantwortlich sein könnten.***

Gute Besserung und liebe Grüße, Detlef Mix
Verfasst am: 09. 03. 2019 [00:28]
lana
Themenersteller
Dabei seit: 08.03.2019
Beiträge: 2
Lieber Detlef Mix,

ich hoffe sie antworten noch, Sie waren länger nicht mehr aktiv.

Mein Problem betrifft den Urogenitaltrakt. Ich habe seit über 2 Jahren eine Infektion in der Scheide, Harnröhre und Blase, die nicht abklingt und vermute einen Biofilm dahinter. Könnte ich die besagte Honigspülung auch in der Vagina anwenden? Löst der Honig auch Biofilme von Harnwegsinfektverursachenden Bakterien wie in meinem Fall Klebsiella, Proteus, Enterokokken, Citrobacter auf? Könnte ich das Mischverhältnis stärker ansetzen, mit 1:2 z.B.? Bestehen dann Nebenwirkungen außer ein leeres Portemonnaie? icon_wink.gif Oder sollte ich den MGO-Wert höher wählen? Und wie soll die Spülung meine Blase und vor allem Harnröhre erreichen? Geht beim Trinken nicht zu viel verloren? Ich hoffe auf Ihre Antwort, bin verzweifelt..